Als digitaler Künstler kann das Zeichnen von Haaren oft eine ziemliche Herausforderung sein. Wenn man den falschen Ansatz wählt, können die Haare am Ende steif wie ein Helm wirken oder die Farben werden matschig. In diesem Artikel werden wir aufschlüsseln, wie man die Haarstruktur leicht versteht, die 4 grundlegenden Haarsträhnen-Formen meistert und uns zwei verschiedene Kolorierungsmethoden ansehen: schnell vs. detailliert.
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Das Geheimnis zum Verständnis von Haarvolumen
Bevor wir uns in einzelne Strähnen vertiefen, ist der absolute Schlüssel, um Haare natürlich aussehen zu lassen, zu verstehen, wie sie sich um den Kopf legen.
Nutze den Haaransatz als Orientierung: Lege immer zuerst einen Haaransatz fest, um die Grenzen zu markieren, an denen das Haar wächst.
Lasse etwas Platz für Volumen: Zeichne das Haar niemals flach gegen die Schädellinie. Lasse immer ein wenig Platz, damit das Haar deines Charakters voluminös und natürlich aussieht.
Um den Lagenaufbau und den Fluss der Haare zu visualisieren, verwende ich ein 3D-Modell. Ich habe eine 3D-Visualisierung für eine Curtain-Bangs-Frisur mit einem Chibi-Charakter erstellt; du kannst sie in den Assets herunterladen, wenn du eine benötigst.
Die 4 grundlegenden Haarformen, die du meistern musst
Um die Dinge beim Zeichnen verschiedener Frisuren einfach zu halten, kannst du jede Haarsträhne in diese 4 grundlegenden Formen unterteilen:
A. Zackige Form (Dreieckig)
Lass uns zuerst über die zackige Frisur sprechen. Man könnte sagen, die Haarform ist ein bisschen wie Gras. Du kannst das Üben, indem du Dreiecksformen mit scharfen Winkeln zeichnest.
Eigenschaften: Scharfe Winkel, dreieckig, sieht ein bisschen wie Gras aus.
Am besten geeignet für: Kurze, einfache Frisuren wie einen Buzz Cut.
B. Rechteckige Form (Flache Enden)
Als Nächstes kommt die rechteckige Form. Diese Haarform hat flache Enden, was ihr ein ordentliches und sauberes Aussehen verleiht. Ein großartiges Beispiel für eine Frisur, die diese Form verwendet, ist der Hime-Cut. Du kannst dies üben, indem du Rechteckformen zeichnest, aber achte darauf, eine kleine Variation an scharfen Spitzen an den unteren Enden hinzuzufügen, damit es tatsächlich wie ein Haarschnitt aussieht.
Eigenschaften: Weist komplett flache Enden auf, was eine saubere und ordentliche Ästhetik vermittelt.
Am besten geeignet für: Ikonische, stumpfe Stile wie einen Hime-Cut.
C. C-Form (Sichelförmig)
Lass uns als Nächstes über eine andere Form sprechen: die C-Form. Sie wird C-Form genannt, weil sie genau wie der Buchstabe C oder ein Sichelmond aussieht. Du kannst das Zeichnen üben, indem du Linien machst, die dem Buchstaben C ähneln. Im Gegensatz zur vorherigen Form sehen die Enden der Haare hier scharf aus.
Eigenschaften: Kurvt sich anmutig wie der Buchstabe C oder ein Sichelmond und schließt mit scharfen, zulaufenden Enden ab.
Am besten geeignet für: Das Zeichnen von Ponys für Stile wie einen Mittelscheitel.
D. S-Form (Wellig)
Als Nächstes haben wir die S-Form, bei der das Haar wie der Buchstabe S aussieht und perfekt zum Zeichnen welliger Frisuren geeignet ist. Du kannst diese Art üben, indem du eine S-Form skizzierst und ihr etwas Dicke gibst, während du gleichzeitig mit den Enden experimentierst, damit es mehr wie echtes Haar aussieht.
Eigenschaften: Verfügt über eine dynamische Doppelkurve, um dickes, welliges Haar einzufangen, das bauschig absteht.
Am besten geeignet für: Trendige, strukturierte Stile wie einen Wolf Cut.
Zwei Kolorierungsmethoden: Schnell vs. Detailliert
A. Die schnelle Methode (Cell-Shading-Stil)
Dies ist perfekt für wöchentliche Webtoons oder Comics, bei denen Effizienz entscheidend ist. Bleibe bei warmen Tönen sowohl für die Grundfarbe als auch für die Schattierung. Trage die Schattierung mit knackigen, scharfen Kanten auf, ohne sie zu verblenden. Schließe es mit einem schnellen weißen Airbrush dort ab, wo das Haar auf das Gesicht trifft, und füge klassische Highlights im Anime-Stil hinzu.
B. Die detaillierte Methode (Webtoon-Cover/Illustration)
Dies ist die detailliertere Version, die sich perfekt für Webtoon-Cover oder eigenständige Illustrationen eignet, die zusätzlichen Aufwand erfordern. Füge ausgehend von der obigen Schattierungsphase Umgebungslicht (Bounce Lighting) mit kühleren Tönen innerhalb der Schattenbereiche hinzu. Verwende ein warmes Gelb für die Hauptlicht-Highlights. Ändere die Farbe der Lineart in einen Ton, der etwas dunkler als der Hauptschatten der Haare ist, um sie darin verschmelzen zu lassen. Füge winzige, abstehende Haarsträhnen hinzu, um dem Volumen ein detailliertes, organisches Gefühl zu verleihen.
Das war's für den heutigen Artikel. Möchtest du den schrittweisen Zeichenprozess in Aktion zusammen mit den 3D-Blender-Visualisierungen sehen? Schau dir das vollständige Video-Tutorial gleich hier an:
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