4. Basisfarben

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[1] Kolorieren mit Basisfarben 1

Ich verschob meine zwei Linienzeichnungs-Ebenen in einen Ebenenordner und erstellte darunter einen weiteren Ebenenordner. In diesem erstellte ich für jedes Bildelement und für jede Basisfarbe eine neue Ebene.


Obwohl die Füllmethoden der Ebenen „Linienzeichnung“ und „Verschwommene Linienzeichnung“ weiterhin auf [Multiplizieren] eingestellt sind, hat dies keine Auswirkung auf die darunterliegenden Ebenen. Dies liegt daran, dass sich die beiden Ebenen in einem Ebenenordner befinden, dessen Füllmethode auf [Normal] gestellt ist.


Wenn die Füllmethode des Ebenenordners hingegen auf [Durchgehend] gestellt ist, wirken sich die Füllmethoden der darin befindlichen Ebenen genauso aus, wie vor dem Verschieben in den Ordner.


Da jeder Teil einzeln koloriert wird, wird es am Ende eine sehr große Anzahl an Ebenen geben. Daher begann ich zunächst mit den größten Teilen: Vordergrund, Mitte, Figuren und Hintergrund.


Zum Kolorieren verwendete ich die Zeichen-Tools [Fläche füllen] und [Pen] > [Spitzfeder].


Für die großflächigen Bereiche verwendete ich das [Fläche füllen] Tool.


Bei diesem Tool kann es jedoch vorkommen, dass einige Teile aufgrund ihrer Linienwinkel nicht koloriert werden. Solch leere Stellen füllte ich dann mit dem [Fläche füllen] Tool > [Ungefüllten Bereich ausmalen].

Mit diesem Tool können selbst kleine Bereiche sauber ausgefüllt werden.


▼ Nicht kolorierte Bereiche sind rot eingekreist. Mit dem [Ungefüllten Bereich ausmalen] Tool können diese mit nur einem Strich ausgefüllt werden.


Für die detaillierten Teile habe ich das [Spitzfeder] Tool verwendet, um sie ebenmäßig auszufüllen. Nach dem Kolorieren mit den Basisfarben sieht das Bild nun so aus.


Da ich die Farben zu einem späteren Zeitpunkt noch anpassen werde, habe ich in diesem Schritt solche Farben verwendet, durch die die einzelnen Teile deutlich voneinander unterschieden werden können.


[2] Kolorieren mit Basisfarben 2

Ich erstellte einen Ebenenordner für jede Ebene, die ich in Schritt [1] erstellt habe, und fügte in diesem jeweils neue Ebenen hinzu, um farblich etwas mehr ins Detail zu gehen.


Die neuen Ebenen habe ich über die Ebenen mit den Basisfarben verschoben und die Einstellung [Schnittmaske zur Ebene darunter] festgelegt.

Dadurch kann koloriert werden, ohne dass über den jeweiligen Bereich der darunterliegenden Basisfarbe hinaus gemalt wird.


Jetzt bin ich mit den Basisfarben fertig.


[3] Texturen

Als Nächstes werden die Farben des gesamten Bildes angepasst und die Farbgebung festgelegt.


Zuerst habe ich auf der gesamten Leinwand Texturen hinzugefügt, um mehr Tiefe zu erschaffen.

Das Hinzufügen von Texturen lässt ein Bild wie von Hand gemalt aussehen.


Ich habe im Voraus bereits mehrere Texturen vorbereitet.


Es ist hilfreich, häufig angewendete Texturen zu erstellen und zu speichern, damit man schnell und einfach auf diese zugreifen kann.

In diesem Fall habe ich die folgenden fünf Texturen vorbereitet.


■ Texturtypen

01, 02, 03 und 06 sind Texturen von altem Papier, die ich bei einer Material-Website gekauft habe.


07 ist eine Wasserfarbentextur, die ich mit dem Wasserfarbenpinsel selbst erstellt habe.


Ich importierte die Texturen über das [Datei] Menü > [Importieren] > [Bild] und erstellte für diese einen neuen Ordner unter dem Ebenenordner mit der Linienzeichnung.

Hinweis: Sie können Texturen auch importieren, indem Sie die Bilddateien per Drag & Drop direkt in die [Ebenen] Palette ziehen.

Dann werden die Füllmethoden und die Deckkraft angepasst, um den jeweiligen gewünschten Effekt zu erzielen.

Normalerweise bevorzuge ich die folgenden vier Füllmethoden:


・ Multiplizieren

・ Überlagern

・ Farbig nachbelichten

・ Negativ multiplizieren


Hinweis: Weitere Informationen zu den Füllmethoden finden Sie im folgenden TIPS-Artikel.

https://tips.clip-studio.com/de-de/articles/656


Zusätzlich zu den Texturen habe ich auch eine Farbverlaufsebene hinzugefügt, um die Gesamtfarben anzupassen.

Den Farbverlauf erstellte ich mithilfe des [Verlauf] Tools. Wie bei den Texturen habe ich auch für die Verlaufsebene die Füllmethode und die Deckkraft angepasst.


Dies ist das Ergebnis, nachdem ich fünf Texturen und einen Verlauf hinzugefügt habe.


[4] Farbkorrektur

Nachdem die Texturen hinzugefügt wurden, konnte ich eine bessere Vorstellung über das Gesamtbild bekommen. Also passte ich als nächsten Schritt die Basisfarben an und legte dabei die farbliche Richtung für das fertige Bild fest.


Ich wählte die Ebenen aus, deren Farben ich verändern wollte, und verwendete für die Feineinstellung der Farben die Schieberegler aus dem [Bearbeiten] Menü > [Farbkorrektur] > [Farbton/Sättigung/Luminanz].


Für mehr Tiefe machte ich die Elemente im Vordergrund dunkler.


Die Farbe im Inneren des Busses änderte ich zu Gelb, damit es so aussieht, als ob das Licht an ist.


Ich passte auch die Farben der kleineren Details noch an und legte somit die endgültige Farbgebung für das Bild fest.

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